OCC - Marbel

 

OnlineCaviaClub e.V.

Unseren ausführlichen bebilderten Standard und das Genetikheft können Sie unter Quiekers-Nagerheim ->
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Dieses Standardwerk bezieht sich ausschließlich auf Zuchtziele und stellt eine Anleitung für den Einstieg in alle gängigen Showstandards auf nationaler und internationaler Ebene dar. Es dient der Überprüfung der Zuchterfolge und Kontrolle der Zuchttiere.

Dies geschieht im OnlineCaviaClub bei Rassemeerschweinchen in Form von Ausstellungen mit Beurteilung durch Zuchtwarte.

Da wir in ständiger „Aus-und Weiterbildung“ sind, wird auch dieses Standardwerk ständig weiter be- und überarbeitet. Für Hinweise auf mögliche Fehler sind wir jederzeit dankbar.

Es ist unser Bestreben allen Züchtern von Meerschweinchen die Grundzüge der Genetik offen zu legen. Dies vermeidet unnötige Verpaarungen und unkontrollierte Vermehrung. Das dürfte auch im Sinne des Tierschutzes sein.

Haus- oder Liebhabermeerschweinchen welche keinen Zuchtzwecken dienen oder zur Zucht nicht einsetzbare Meerschweinchen ( Ausnahme: Kastraten) werden ausschließlich nach körperlichen Merkmalen, Gesundheits- und Pflegezustand beurteilt.Rassekastraten werden im Rahmen ihrer Familienangehörigkeit mitbeurteilt.

Satincrested beige-gold-weiß
Poldi und Peppi

Gemeinsame körperliche Merkmale, Gesundheits- und Pflegezustandskontrolle

1. Allgemeine Beschreibung: Typ und Bau von Rassemeerschweinchen

Körperbau:
Kräftig, kompakt und fest, gut bemuskelt mit breiten Schultern, kurzem, kräftigen Nacken, einer breiten Brust, gut geformter Rippenpartie, einem nicht zu langen, geraden Rücken und einer wohlgeformten, runden Hinterhand.

Die Beine sind kurz und gerade, vorne mit vier, hinten mit drei Zehen.

Bernadette
Beispiel Körperbau

Kopf:
Kräftig mit guter Breite zwischen den großen, glänzenden Augen, das Nasenbein "darf“ römisch sein, aber nicht zu kurz. Erwünscht ist eine schöne, runde Schnauze mit gut ausgebildeten Wangen.

Die Ohren sind fleischig, wohlgeformt, groß und hängend mit leichter Welle wie Rosenblätter.

Kopf
Beispiel Kopf, Augen Ohren

2. Kontrolle der unten aufgeführten Punkte

- Vorhandensein von offensichtlichen Hautschäden wie Bisswunden, Ekzeme, Schuppen, „Untermieter“

- Sichtung der vorderen Schneidezähne, welche vollständig, sauber, von fester Beschaffenheit und gerade sein müssen

- Verschmutzungen im Genitalbereich
- das Vorhandensein von Hoden beim Bock
- gepflegte Krallen
- Augen und Nase frei von auffälligen Sekreten
- Anatomische Auffälligkeiten wie überlappende Augenbögen, Ohrfalten, "Scheitel“ zwischen von Kopf zu Nacken, spontane Fehlwirbel bei glatthaarigen Varianten als Anzeichen, dass der Kopf zu kurz wird (Gefahr von Kieferfehlstellungen).
Man erkennt einen zu kurzen Kopf daran, dass der Abstand zwischen Ohr Auge größer ist als zwischen Auge und Nase.

3. Gründe für sofortige Disqualifikation:
1. Sichtbar kranke und übermäßig gestresste Tiere
2. trächtige und säugende Weibchen
3. größere, offene Hautverletzungen (z.b. offene bzw. schorfige Wunden)
4. Fettauge (Wucherung der Bindehaut – erblich)
5. „aktiver“ Ungezieferbefall
6. Mindestgewicht für Ausstellungstiere unter 300 g.

4. Schwere Fehler: ( - je 2 Punkte)
- Ohr/en zu stark beschädigt, Ohrfalten
- stark hängende Augenlieder, starke Schlitzaugen
- kahle Stellen
- krumme Krallen, fehlende Krallen
- starke Verschmutzung
- Senkrücken

5. Leichte Fehler: ( - je 1 Punkt)
- Ohrrisse,
- leicht hängende Augenlieder, leichte Schlitzaugen
- verheilte Kahlstellen mit kürzeren Haaren
- ungepflegte Krallen
- leichte Verschmutzung
- etwas zu langer Rücken.

6. Allgemein gültiges Beurteilungssystem:
Begutachtet werden folgende Kriterien :
1.) Kopf - Augen - Ohren
2.) Körperbau
3.) Größe / Gewicht
4.) Fell
5.) Deck/Unterfarbe
6.) Farbverteilung
7.) Rassemerkmale

Bei jeden dieser Kriterien werden Noten verteilt ( 1= sehr gut bis 5= inakzeptabel ). Diese haben unterschiedliche Wichtungen. Pro Rassemerkmal wird eine Note vergeben. Als Gesamtergebnis sollte dann eine Durchschnittsnote stehen. Somit könnte man auch Plazierungen wieder kenntlich machen.

Ein direkter Vergleich der unterschiedlichen Rassen ist über die Gesamtnote alleine nicht möglich.

7. Klassen
Die Einteilung der Meerschweinchen bei einer Bewertung erfolgt in folgenden Klassen:

Babyklasse (B)

Die Bewertung dieser Meerschweinchen ist nur eingeschränkt möglich. Die Meerschweinchen haben bereits das geforderte Ausstellungsmindestgewicht, jedoch z.B. noch ihr Babyfell.

Jugendklasse (J)

Das Meerschweinchen ist noch nicht voll ausgewachsen und im Alter von ca. 8-12 Monate.

Erwachsenenklasse (A)

Dieses Meerschweinchen ist voll ausgewachsen. Es zeigt alle Merkmale in voller Ausprägung.

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8. Begutachtung von Rassemerkmalen, Farbe oder Zeichnung

Kurzhaarige Varianten:
Glatthaar
Diese Rasse kam bereits 1580 nach Europa und wird in England seit über 300 Jahren auf Schauen gezeigt. Die Behaarung dieser Tiere ist anliegend, weich und glänzend. Die Haarlänge beträgt + - 3 cm, bei creme und weiß auch etwas länger und besteht aus weichem Unterhaar und groben Deckhaar.
Gen. Formel für Haarlänge: LL


Glatthaar Schwarz
Glatthaar Schwarz

Crested / Schopf
Ein glatthaariges Meerschweinchen mit einer Stirnrosette. Man unterscheidet

1. das Englische Crested mit Stirnrosette in Körperfarbe

Engl. Crested Buff
Crested Buff

Die Krone sollte kreisrund mit möglichst kleinem Mittelpunkt sein. Das Zentrum liegt im Schnittpunkt eines gedachten Fadenkreuzes zwischen Ohren und Augen.
Der Bewertungsschwerpunkt beim Crestedmeerschweinchen ist das Rassemerkmal (Krone).

2. das Amerikanische Crested mit weißer Stirnrosette

Amerikan Crested Schwarz
American Crested Schwarz


Gen. Formel für Stirnrosette St St (reinerbig) St N (spalterbig) für Haarlänge: LL
Es gilt dasselbe wie beim Englisch Crested + extra Bewertung für die weiße Krone

3. Crested mit Stirnrosette und unterschiedlichen Farbfelden am Körper

Engl. Crested Schildpatt-Weiß
American Crested Schildpatt-Weiß


Seit einiger Zeit erfreuen sich auch zwei- und dreifarbige Crested-Meerschweinchen wachsender Beliebtheit. Auch Zeichnungsrassen ( z. B. Himalaya) wurden schon als Crested-Meerschweinchen gezüchtet und ausgestellt.
Gen. Formel für Stirnrosette St St (reinerbig) St N (spalterbig) für Haarlänge: LL

Es gilt dasselbe wie beim Englisch Crested + extra Bewertung für die Zeichnung


Rosetten

Rosette Brindle
Rosette Brindle

Die Rosetten oder Abyssinian gehören zu den ältesten Zuchtrassen. Sie sind in England bereits seit 1861 bekannt. Diese Rasse zeigt mindestens 8 in zwei Viererreihen über Körpermitte und Hinter- und Hüftteil, zwei Backenrosetten, eine Kopfrosetten. Zur Erhöhung des Wertes zwei Schulterrosetten und zwei Nasenwurzelrosetten. Die Schnittpunkte der im besten Fall kreisförmigen Rosetten bilden sogenannte Kämme. Das Fell ist harsch (außer beim Satin), die Haarlänge beträgt etwa 3,5 cm.
Gen. Formel für Haarlänge: LL, für Rosette Rh Rh, oder Rh rh plus Verteilungsfaktor.

Beschreibung:
4 Rosetten gleichmäßig auf einer gedachten Linie von einer Bauchflanke zur anderen Bauchflanke.
Je 1 Rosette auf jeder Hüftseite(links und rechts) und 2 Rosetten in gleicher Höhe auf der Hinterhand platziert.
Je 1 Wirbel vorne auf der Schulter (links und rechts).
2 Nasenwurzelrosetten auf dem unteren Drittel des Nasenrückens platziert.
Die Kämme bilden bei guter Ausrichtung der Rosetten ein geometrisches Muster (Schachbrett).

Rex


Rex rot-weiß
Rex Rot-Weiß

Beim Rexmeerschweinchen kräuselt sich das Haar und steht vom Körper ab. Die Behaarung ist dicht und fühlt sich harsch, fast drahtig an. Das Gen, welches für die Kräuselung des Fells zuständig ist, ist dasselbe wie beim Texel, der langhaarigen Kraushaarvariante.
Gen. Formel für Behaarung: LL, rx rx

Das Fell des Rexmeerschweinchens soll dicht, krauss und elastisch sein. Es fühlt sich drahtig an.Die Fellqualität ist bei der Bewertung ausschlaggebend.

US-Teddy

Us-Teddy, Orangeagouti
Us-Teddy Orangeagouti

Der US-Teddy ist äußerlich kaum vom Rex zu unterscheiden. Sein Fell ist lediglich feiner und noch dichter. Die Bauchbehaarung ist im Unterschied zum Rex relativ glatt. US-Teddys sind genetisch nicht identisch mit Rexen!
Gen. Formel für Behaarung: LL, fz fz

Das Fell des US-Teddys wirkt insgesamt feiner als das des Rex. Es gibt auch rauere Behaarung, was nicht als Fehler gewertet wird. Die Beschaffenheit des Fells ist sehr elastisch, es dürfen keine Bruchstellen oder flache Stellen vorhanden sein.

Satin

Satin-Bavy
Satin-Baby


Das Satingen höhlt den Haarschaft aus und lässt die Farben intensiv glänzen. Es lässt sich in alle Fellstrukturen hineinziehen, macht aber die Haare weicher.
Gen. Formel für Satin: sn sn

Ben Satinmeerschweinchen ist der Glanz ausschlaggebend. Das Fell ist weich, aber nicht wollig.
Satinglanz ist nicht von der Rasse abhängig. Langhaarige Satins werden nicht zusammen mit kurzhaarigen bewertet.
Wer Satins züchten möchte, sollte sich vorher hier erkundigen.

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Langhaarige Varianten
Allgemein gültiges für langhaarige, glatthaarige Meerschweinchen

Anders als bei der Präsentation auf Schönheitsshows braucht ein Zuchttier nicht in perfektem Fellzustand zu sein. Es wird aber als Vorteil gewertet, wenn das Haar sauber, unverfilzt und so gleichmäßig wie möglich ist. Um ein langhaariges Meerschweinchen von einem Mischling unterschieden zu können gilt als Grundvoraussetzung:
- Ausreichende Haarlänge in Backenbart und Schulter, möglichst geschlossenes Gesamtbild.
-
Einzelne, fehlende Haarsträhnen sind erlaubt, eine geschnittene Schleppe ist beim Zuchttier üblich.

Peruaner

Peruaner Schwarz-Weiß
Peruaner Schwarz-Weiß


Der Peruaner besitzt zwei Hinterrosetten, welche etwas einen cm unterhalb des Hüftknochens liegen. Dadurch dreht sich die Haarwuchsrichtung nach vorne. Der Kopf zeigt um die Augenpartie den Haarfall einer Rosette mit ausgeprägten Backenbärten. Die dadurch auf dem Nasenrücken entstehenden Kämme und ein manchmal vorhandener Stirnwirbel stützen den ausgeprägten Pony. Das voll ausgewachsene Haarkleid bedeckt in ausgekämmter Form den Körper so vollständig, dass das gesamte Tier darunter verschwindet


Gen. Formel für Haarlänge: l l, für Rosette Rh Rh, oder Rh rh m plus Verteilungsfaktor.

Sheltie

Sheltie, Magpie
Sheltie Magpie


Ein Sheltie hat lange glatte Haare am Körper ohne jegliche Rosetten und ohne Pony. Es zeigt ebenfalls ausgeprägte Backenbärte.
Gen. Formel für Haarlänge: l l

Coronet

Coronets rot-weiß und rotschimmel
Coronets Rot-Weiß und Rotschimmel

Ein Coronet ist ein Sheltie mit Stirnrosette.
Gen. Formel für Haarlänge: l l, für Krone St St, oder (St N)

Allgemein gültiges für langhaarige, gelockte Meerschweinchen
Anders als bei der Präsentation auf Schönheitsshows braucht ein Zuchttier nicht in perfektem Fellzustand zu sein. Es wird aber als Vorteil gewertet, wenn das Haar sauber, unverfilzt und so gleichmäßig wie möglich ist. Siehe Hinweise langhaarig, glatthaarige Meerschweinchen).

Die Lockenstruktur sollte gut erkennbar sein, ein auskämmen ist beim Zuchttier nicht von Vorteil.
Die Bauchbehaarung sollte sauber und gut gekräuselt sein.
Einzelne, fehlende Haarsträhnen sind erlaubt, eine geschnittene Schleppe ist beim Zuchttier üblich.

Texel
Das Teckseelmeerschweinchen ist die langhaarige Form des Rex. Es hat kurze gekräuselte Haare im Gesicht und lange Locken am Körper.
Gen. Formel für Haarart: l l rx rx

Texel Schildpatt-Weiß
Texel Schildpatt-Weiß

Alpaka

Alpalka
Alpaka spw


Das Alpaka ist ein Peruaner mit lockigem Fell. Das Fell wird von zwei Hüftwirbeln aus nach vorne gedrückt.
Gen. Formel für Haarart: l l rx rx, für Rosette Rh Rh oder Rh rh

Merino
Ein gelocktes Coronet.
Gen. Formel für Haarart: l l rx rx St St oder St N

Merino Rot-Weiß
Merino Rot-Weiß

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Neue Rassen
Allgemeines
Neue Rassen und Farbschläge können / sollen gezeigt werden. Werden diese oft genug präsentiert, werden sie in den Zuchtstandard mit aufgenommen.

Dt. Angora


Angora, Beige-Gold-Weiß
junges Angora Beige-Gold-Weiß

Langhaariges Meerschweinchen mit 6-8 Körperrosetten in möglichst symmetrischer Anordnung ähnlich einer Rosette.
Gen. Formel für Haarart: l l Rh RH oder RH rh plus Verteilungsfaktor (rezessiv).

Das Idealbild eines Angoras sollte einer langhaarigen Rosette entsprechen. Da es keine übergreifende Einigung über Anzahl und Lage der Wirbel gibt sind die Haarlänge, die Haarqualität und den Gesamteindruck als ausschlaggebend zu betrachten. Die Haarlänge sollte so weit es die Wirbel zulassen, mindestens bodenlang sein.
Ebenso sollten der Backenbart und die Schulterbehaarung so lang sein, dass en Mischling ausgeschlossen werden kann.

Mohair
Die gelockte Form des Dt. Angora
Gen. Formel für Haarart: l l rx rx Rh Rh oder Rh rh plus Verteilungsfaktor

Das Idealbild eines Mohair sollte einer langhaarigen, gelockten Rosette entsprechen. Da es keine übergreifende Einigung über Anzahl und Lage der Wirbel gibt sind die Haarlänge, die Haarqualität und den Gesamteindruck als ausschlaggebend zu betrachten.

Schweizer Teddy

Schweizer Teddys schwarz-weiß
Schweizer Teddy Schwarz-Weiß

Meerschweinchen mit gekraustem, halblangen Haar, welches steil vom Körper absteht. Die genetische Abstammung ist noch nicht geklärt. Wie der Name schon verrät, sind Vertreter dieser Varietät zuerst in der Schweiz aufgetreten, heutzutage erfreut sich diese Rasse aber auch im süddeutschen Raum großer Beliebtheit.
Die ideale Haarlänge des Schweizer Teddy sollte ca. 6 cm betragen. Die Haare sind gekraust und stehen vom Körper ab. Das Unterfell sollte gleich lang mit dem Oberfell sein.

Die Behaarung ist dicht und ohne Wirbelbildung. Sie sollte so gleichmäßig wie möglich sein.
Die Bauchbehaarung ähnelt in der Struktur einem US-Teddy.
Da sich diese Rasse noch im Aufbau befindet, unterschieden wir in

Halblange Schweizer Beschreibung siehe oben
Kurze Schweizer Haarlänge absolut gleichmäßig 4- 5 cm
Gen. Formel für Haarart. Ll chfz chfz

Rex-Crested

Rexcrested
Rexcrested Silberagouti


Ein Rex mit Stirnrosette. Der Rexfaktor kräuselt sich das Haar und lässt es vom Körper abstehen.. Die Behaarung ist dicht und fühlt sich harsch, fast drahtig an. Das Bauchfell ist gelockt. Da die kraussen Haare die Stirnrosette gerne verdecken, sollte auf eine ausgeprägte Stirnrosette geachtet werden..


Gen. Formel für Haarart: LL rx rx St St oder St N

US-Teddy-Crested
Ein US-Teddy mit Stirnrosette

Das Us-Teddygen kräusselt das Haar ebenfalls. Insgesamt wirkt es aber feiner. Die Behaarung ist dicht, aufrecht und elastisch. Die Bauchbehaarung glatt
Gen. Formel für Haarart: LL fz fz St St oder St N

 

Somali/Caniche
(Gerexte Rosette
)

Rosette mit Krausshaarfaktor = Rex-Rosette oder evtl. auch Teddy-Rosette
Auch die Krausshaarvariante sollte die vorgeschriebnen 4 gleichmäßig auf einer gedachten Linie von einer Bauchflanke zur anderen Bauchflanke liegenden Rosetten zeigen.
J e 1 Rosette auf jeder Hüftseite(links und rechts) und 2 Rosetten in gleicher Höhe auf der Hinterhand platziert.
Je 1 Wirbel vorne auf der Schulter (links und rechts).

Die Rosetten sollten gleichmäßig rund und klein vom Zentrum sein, die Wirbel müssen eine ausreichende Tiefe aufweisen, damit die Übergänge zur nächsten Rosette zu erkennen sind. Kräftige Kämme wie bei der Standardrosette sind wegen des Krausshaarfaktors nicht möglich. Um überhaupt Wirbel sehen zu können darf das Fell nicht zu harsch sein..

Die Kämme bilden bei guter Ausrichtung der Rosetten ein geometrisches Muster (Schachbrett).


Gen. Formel für Haarart LL rxrx Rhrh m

Ridgeback

Ridgeback Goldagoutischimmel
Ridgeback Goldagoutischimmel

Kurzhaariges Meerschweinchen mit einem ununterbrochenen, aufrecht stehenden Rückenkamm.

Der Kamm soll im Idealfall zwischen den Ohren beginnen und zu den Hüften hin auslaufen. An der Schulter ist er mit ca 2,5 cm am höchsten und läuft in einem sanften Bogen gegen die Hinterhand niedriger werdender aus.

Der Kopf ist breit, die Augen groß und glänzend mit einem guten Abstand. Die Ohren sollen große, rosenblattförmige und hängend sein.

Der Körper zeigt eine kurze, kompakte Form mit breiter Brust, kräftiger Schulter und harmonischer Hinterpartie.Das Fell soll glatt und kurz und möglichst ohne Wirbel sein.

Gen. Formel für Haarart: LL Rhrh

Irish Crested

Kurzhaariger Meerschweinchen mit zwei Hüftwirbeln und Rosettengesicht, „Kurzhaarperuaner“

Das Irish Crested ist ein kurzhaariges Meerschweinchen mit zwei, auf der Hinterhand paralell sitzende, tropfenförmig Richtung Kopf laufenden Wirbeln und einem typischen Rosettengesicht mit Augenrosetten und Backenbart.

Der Schultergürtel ist im Ansatz sichtbar.

Der Kopf ist breit mit großen Augen und großen, rosenblattförmigen, hängenden Ohren.

Der Körper gedrungen und kräftig in der typischen Ziegelsteinform.

Gen. Formel für Haarart: LL Rh Rh m

Curley

Das Curley ist eine kurzhaariges Meerschweinchenrasse mit einem dominantem Kraushaarfaktor aus Schweden. Der gravierende Unterschied liegt darin, dass bei Vermischung mit glatthaarigen Meerschweinchen der Nachwuchs phänotypisch Lockung zeigt, aber auch glatthaarige Nachkommen zeugen kann. Die erwünschte Harschheit der Locken wird durch die Einkreuzung von normalhaarigen Meerschweinchen gemindert.

Die Lockung ist gleichmäßig, dicht und zeigt in unterschiedliche Richtungen.Die Haarlänge beträgt ca 3,5 cm. Es besitzt zwei runde Hüftrosetten und einen Backenbart

Gewünscht wird ein kompaktes Meerschweinchen mit breiten Kopf, großen, klaren Augen, rosenblattförmigen, hängenden Ohren, kräftiger Schulter und abgerundeter Hinterhand.

Genformel für Haarart: LL Rhrh m LuLu


Lunkarya

Lunkaria
Lunkaria

Das Lunkarya ist die langhaarige, dominant vererbende krausshaarige Meerschweinchenart mit dichtem, lockigem Fell aus Schweden.

Auch bei ihm liegt der Unterschied zu rezessiv vererbenden Lockenrassen, dass bei der Kreuzung mit glatthaarigen Meerschweinchen der Nachwuchs phänotypisch Lockung zeigt, aber auch glatthaarige Nachkommen zeugen kann. Die erwünschte Harschheit der Locken wird durch die Einkreuzung von normalhaarigen Meerschweinchen gemindert.

Die Lockung ist großzügig, sehr harsch und elastisch und zeigt in alle Richtungen. Die meisten Lunkaryas zeigen Hüftwirbel wie Peruaner.

Gewünscht wird ein kompaktes Meerschweinchen mit breiten Kopf, großen, klaren Augen, rosenblattförmigen, hängenden Ohren, kräftiger Schulter und abgerundeter Hinterhand.

Genformel für Haarart: ll Rhrh m LuLu

 

Weitere Meerschweinchenmixe
Auch solche Liebhabertiere wird und soll es immer geben. Diese Meerschweinchen zeichnen sich besonders durch ihr interessantes Erscheinungsbild aus. Sie lassen sich keiner der vorher beschriebenen Rassen eindeutig zuweisen. Bis auf das nicht eideutige Rassemerkmal lassen sich aber alle anderen Merkmale begutachten.
Derzeitig bekannte Mixe sind :

1. Felllängenmixe
Diese entstehen in der Regel durch Verpaarung von Kurz- mit Langhaartieren. Oft zeigen diese Meerschweinchen nur eine lange Schleppe oder die Haarlänge am Körper überschreitet die Länge von Kurzhaartieren, wobei sie nicht die gewünschte Länge der Langhaartiere erreicht.

2. Strukturmixe
Diese Meerschweinchen haben nicht die geforderte Anzahl und / oder Lage von Körperrosetten.

Die interessantesten Meerschweinchen lassen sich sowohl den Felllängen- als auch den Strukturmixen zuordnen.

Cuyes oder Riesenmeerschweinchen

Aus Südamerika importierte „Riesenform“ des Meerschweinchens. Um als Riesenmeerschweinchen anerkannt zu werden, wird für ausgewachsenes Exemplar ein Mindestgewicht von 1800 g angesetzt.

Cuyes haben eine kurze Lebensdauer, bedingt durch Herz-Kreislauf-Kollapsen (z.B. durch Stress oder Hitzestau), schnelle Verfettung und Stoffwechselerkrankungen infolge anderer Futtermittel. Sie sind oft sehr scheu und zeigen gelegentlich Missbildungen der Extremitäten (Polydaktilie). Vermutlich sind alle diese negativen Eigenschaften auf die Züchtung als Schlachttiere zurück-zuführen.

Die Zucht von Riesenmeerschweinchen ist nur von dazu qualifizierten Personen vorzunehmen. Die Einführung eines Testats (Fragenkatalog) oder eines Zertifikates nach Schulung und/oder Gesprächen wäre für die Zukunft für Züchter sinnvoll.

Auskunft darüber gibt es bei der IG-Cuy e.V. in Weiterstadt
Langhaariger Cuy mit Polydaktilie


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14-06-2007