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Unseren ausführlichen
bebilderten Standard und das Genetikheft können Sie unter Quiekers-Nagerheim ->
Bücher und Zeitschriften -> OCC-Publikationen bestellen.
Dieses Standardwerk
bezieht sich ausschließlich auf Zuchtziele und stellt eine
Anleitung für den Einstieg in alle gängigen Showstandards
auf nationaler und internationaler Ebene dar. Es dient der Überprüfung
der Zuchterfolge und Kontrolle der Zuchttiere.
Dies geschieht
im OnlineCaviaClub bei Rassemeerschweinchen in Form von Ausstellungen
mit Beurteilung durch Zuchtwarte.
Da wir in
ständiger Aus-und Weiterbildung sind, wird auch
dieses Standardwerk ständig weiter be- und überarbeitet.
Für Hinweise auf mögliche Fehler sind wir jederzeit
dankbar.
Es ist unser
Bestreben allen Züchtern von Meerschweinchen die Grundzüge
der Genetik offen zu legen. Dies vermeidet unnötige Verpaarungen
und unkontrollierte Vermehrung. Das dürfte auch im Sinne
des Tierschutzes sein.
Haus- oder
Liebhabermeerschweinchen welche keinen Zuchtzwecken dienen oder
zur Zucht nicht einsetzbare Meerschweinchen ( Ausnahme: Kastraten)
werden ausschließlich nach körperlichen Merkmalen,
Gesundheits- und Pflegezustand beurteilt.Rassekastraten werden
im Rahmen ihrer Familienangehörigkeit mitbeurteilt.

Poldi und Peppi
Gemeinsame
körperliche Merkmale, Gesundheits- und Pflegezustandskontrolle
1. Allgemeine
Beschreibung: Typ und Bau von Rassemeerschweinchen
Körperbau:
Kräftig,
kompakt und fest, gut bemuskelt mit breiten Schultern, kurzem,
kräftigen Nacken, einer breiten Brust, gut geformter Rippenpartie,
einem nicht zu langen, geraden Rücken und einer wohlgeformten,
runden Hinterhand.
Die Beine
sind kurz und gerade, vorne mit vier, hinten mit drei Zehen.

Beispiel Körperbau
Kopf:
Kräftig
mit guter Breite zwischen den großen, glänzenden Augen,
das Nasenbein "darf römisch sein, aber nicht zu
kurz. Erwünscht ist eine schöne, runde Schnauze mit
gut ausgebildeten Wangen.
Die Ohren
sind fleischig, wohlgeformt, groß und hängend mit leichter
Welle wie Rosenblätter.

Beispiel Kopf, Augen Ohren
2. Kontrolle
der unten aufgeführten Punkte
- Vorhandensein
von offensichtlichen Hautschäden wie Bisswunden, Ekzeme,
Schuppen, Untermieter
- Sichtung
der vorderen Schneidezähne, welche vollständig, sauber,
von fester Beschaffenheit und gerade sein müssen
- Verschmutzungen
im Genitalbereich
- das
Vorhandensein von Hoden beim Bock
- gepflegte
Krallen
- Augen
und Nase frei von auffälligen Sekreten
- Anatomische
Auffälligkeiten wie überlappende Augenbögen, Ohrfalten,
"Scheitel zwischen von Kopf zu Nacken, spontane Fehlwirbel
bei glatthaarigen Varianten als Anzeichen, dass der Kopf zu kurz
wird (Gefahr von Kieferfehlstellungen).
Man erkennt einen zu kurzen Kopf daran, dass der Abstand zwischen
Ohr Auge größer ist als zwischen Auge und Nase.
3. Gründe
für sofortige Disqualifikation:
1. Sichtbar
kranke und übermäßig gestresste Tiere
2. trächtige
und säugende Weibchen
3. größere,
offene Hautverletzungen (z.b. offene bzw. schorfige Wunden)
4. Fettauge
(Wucherung der Bindehaut erblich)
5. aktiver
Ungezieferbefall
6. Mindestgewicht
für Ausstellungstiere unter 300 g.
4. Schwere
Fehler: ( - je 2 Punkte)
- Ohr/en
zu stark beschädigt, Ohrfalten
- stark
hängende Augenlieder, starke Schlitzaugen
- kahle
Stellen
- krumme
Krallen, fehlende Krallen
- starke
Verschmutzung
- Senkrücken
5. Leichte
Fehler: ( - je 1 Punkt)
- Ohrrisse,
- leicht
hängende Augenlieder, leichte Schlitzaugen
- verheilte
Kahlstellen mit kürzeren Haaren
- ungepflegte
Krallen
- leichte
Verschmutzung
- etwas
zu langer Rücken.
6. Allgemein
gültiges Beurteilungssystem:
Begutachtet
werden folgende Kriterien :
1.)
Kopf - Augen - Ohren
2.)
Körperbau
3.)
Größe / Gewicht
4.)
Fell
5.)
Deck/Unterfarbe
6.)
Farbverteilung
7.)
Rassemerkmale
Bei jeden
dieser Kriterien werden Noten verteilt ( 1= sehr gut bis 5= inakzeptabel
). Diese haben unterschiedliche Wichtungen. Pro Rassemerkmal wird
eine Note vergeben. Als Gesamtergebnis sollte dann eine Durchschnittsnote
stehen. Somit könnte man auch Plazierungen wieder kenntlich
machen.
Ein direkter
Vergleich der unterschiedlichen Rassen ist über die Gesamtnote
alleine nicht möglich.
7. Klassen
Die
Einteilung der Meerschweinchen bei einer Bewertung erfolgt in
folgenden Klassen:
Babyklasse
(B)
Die Bewertung
dieser Meerschweinchen ist nur eingeschränkt möglich.
Die Meerschweinchen haben bereits das geforderte Ausstellungsmindestgewicht,
jedoch z.B. noch ihr Babyfell.
Jugendklasse (J)
Das Meerschweinchen
ist noch nicht voll ausgewachsen und im Alter von ca. 8-12 Monate.
Erwachsenenklasse
(A)
Dieses Meerschweinchen
ist voll ausgewachsen. Es zeigt alle Merkmale in voller Ausprägung.
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8. Begutachtung
von Rassemerkmalen, Farbe oder Zeichnung
Kurzhaarige
Varianten:
Glatthaar
Diese
Rasse kam bereits 1580 nach Europa und wird in England seit über
300 Jahren auf Schauen gezeigt. Die Behaarung dieser Tiere ist
anliegend, weich und glänzend. Die Haarlänge beträgt
+ -
3 cm, bei creme und weiß auch etwas länger und besteht
aus weichem Unterhaar und groben Deckhaar.
Gen.
Formel für Haarlänge: LL
Glatthaar Schwarz
Crested
/ Schopf
Ein glatthaariges
Meerschweinchen mit einer Stirnrosette. Man unterscheidet
1. das
Englische Crested mit Stirnrosette in Körperfarbe

Crested Buff
Die Krone
sollte kreisrund mit möglichst kleinem Mittelpunkt sein.
Das Zentrum liegt im Schnittpunkt eines gedachten Fadenkreuzes
zwischen Ohren und Augen.
Der
Bewertungsschwerpunkt beim Crestedmeerschweinchen ist das Rassemerkmal
(Krone).
2. das
Amerikanische Crested mit weißer Stirnrosette

American Crested Schwarz
Gen.
Formel für Stirnrosette St St (reinerbig) St N (spalterbig)
für Haarlänge: LL
Es gilt
dasselbe wie beim Englisch Crested + extra Bewertung für
die weiße Krone
3. Crested
mit Stirnrosette und unterschiedlichen Farbfelden am Körper

American Crested Schildpatt-Weiß
Seit einiger
Zeit erfreuen sich auch zwei- und dreifarbige Crested-Meerschweinchen
wachsender Beliebtheit. Auch Zeichnungsrassen ( z. B. Himalaya)
wurden schon als Crested-Meerschweinchen gezüchtet und ausgestellt.
Gen.
Formel für Stirnrosette St St (reinerbig) St N (spalterbig)
für Haarlänge: LL
Es gilt dasselbe
wie beim Englisch Crested + extra Bewertung für die Zeichnung
Rosetten

Rosette Brindle
Die Rosetten
oder Abyssinian gehören zu den ältesten Zuchtrassen.
Sie sind in England bereits seit 1861 bekannt. Diese Rasse zeigt
mindestens 8 in zwei Viererreihen über Körpermitte und
Hinter- und Hüftteil, zwei Backenrosetten, eine Kopfrosetten.
Zur Erhöhung des Wertes zwei Schulterrosetten und zwei Nasenwurzelrosetten.
Die Schnittpunkte der im besten Fall kreisförmigen Rosetten
bilden sogenannte Kämme. Das Fell ist harsch (außer
beim Satin), die Haarlänge beträgt etwa 3,5 cm.
Gen.
Formel für Haarlänge: LL, für Rosette Rh Rh, oder
Rh rh plus Verteilungsfaktor.
Beschreibung:
4 Rosetten
gleichmäßig auf einer gedachten Linie von einer Bauchflanke
zur anderen Bauchflanke.
Je 1 Rosette auf jeder Hüftseite(links und rechts) und 2
Rosetten in gleicher Höhe auf der Hinterhand platziert.
Je 1 Wirbel vorne auf der Schulter (links und rechts).
2 Nasenwurzelrosetten auf dem unteren Drittel des Nasenrückens
platziert.
Die Kämme bilden bei guter Ausrichtung der Rosetten ein geometrisches
Muster (Schachbrett).
Rex
Rex Rot-Weiß
Beim Rexmeerschweinchen
kräuselt sich das Haar und steht vom Körper ab. Die
Behaarung ist dicht und fühlt sich harsch, fast drahtig an.
Das Gen, welches für die Kräuselung des Fells zuständig
ist, ist dasselbe wie beim Texel, der langhaarigen Kraushaarvariante.
Gen.
Formel für Behaarung: LL, rx rx
Das Fell des
Rexmeerschweinchens soll dicht, krauss und elastisch sein. Es
fühlt sich drahtig an.Die
Fellqualität ist bei der Bewertung ausschlaggebend.
US-Teddy

Us-Teddy Orangeagouti
Der US-Teddy
ist äußerlich kaum vom Rex zu unterscheiden. Sein Fell
ist lediglich feiner und noch dichter. Die Bauchbehaarung ist
im Unterschied zum Rex relativ glatt. US-Teddys sind genetisch
nicht identisch mit Rexen!
Gen.
Formel für Behaarung: LL, fz fz
Das Fell des
US-Teddys wirkt insgesamt feiner als das des Rex. Es gibt auch
rauere Behaarung, was nicht als Fehler gewertet wird. Die Beschaffenheit
des Fells ist sehr elastisch, es dürfen keine Bruchstellen
oder flache Stellen vorhanden sein.
Satin

Satin-Baby
Das
Satingen höhlt den Haarschaft aus und lässt die Farben
intensiv glänzen. Es lässt sich in alle Fellstrukturen
hineinziehen, macht aber die Haare weicher.
Gen.
Formel für Satin: sn sn
Ben Satinmeerschweinchen
ist der Glanz ausschlaggebend. Das Fell ist weich, aber nicht
wollig.
Satinglanz
ist nicht von der Rasse abhängig. Langhaarige Satins werden
nicht zusammen mit kurzhaarigen bewertet.
Wer Satins
züchten möchte, sollte sich vorher hier
erkundigen.
top
Langhaarige
Varianten
Allgemein
gültiges für langhaarige, glatthaarige Meerschweinchen
Anders als
bei der Präsentation auf Schönheitsshows braucht ein
Zuchttier nicht in perfektem Fellzustand zu sein. Es wird aber
als Vorteil gewertet, wenn das Haar sauber, unverfilzt und so
gleichmäßig wie möglich ist. Um ein langhaariges
Meerschweinchen von einem Mischling unterschieden zu können
gilt als Grundvoraussetzung:
- Ausreichende
Haarlänge in Backenbart und Schulter, möglichst geschlossenes
Gesamtbild.
-Einzelne,
fehlende Haarsträhnen sind erlaubt, eine geschnittene Schleppe
ist beim Zuchttier üblich.
Peruaner

Peruaner Schwarz-Weiß
Der Peruaner besitzt zwei Hinterrosetten, welche etwas einen cm
unterhalb des Hüftknochens liegen. Dadurch dreht sich die
Haarwuchsrichtung nach vorne. Der Kopf zeigt um die Augenpartie
den Haarfall einer Rosette mit ausgeprägten Backenbärten.
Die dadurch auf dem Nasenrücken entstehenden Kämme und
ein manchmal vorhandener Stirnwirbel stützen den ausgeprägten
Pony. Das voll ausgewachsene Haarkleid bedeckt in ausgekämmter
Form den Körper so vollständig, dass das gesamte Tier
darunter verschwindet
Gen. Formel für Haarlänge: l l, für Rosette Rh
Rh, oder Rh rh m plus Verteilungsfaktor.
Sheltie

Sheltie Magpie
Ein
Sheltie hat lange glatte Haare am Körper ohne jegliche Rosetten
und ohne Pony. Es zeigt ebenfalls ausgeprägte Backenbärte.
Gen.
Formel für Haarlänge: l l
Coronet

Coronets Rot-Weiß und Rotschimmel
Ein
Coronet ist ein Sheltie mit Stirnrosette.
Gen.
Formel für Haarlänge: l l, für Krone St St, oder
(St N)
Allgemein
gültiges für langhaarige, gelockte Meerschweinchen
Anders als bei der Präsentation auf Schönheitsshows
braucht ein Zuchttier nicht in perfektem Fellzustand zu sein.
Es wird aber als Vorteil gewertet, wenn das Haar sauber, unverfilzt
und so gleichmäßig wie möglich ist. Siehe Hinweise
langhaarig, glatthaarige Meerschweinchen).
Die Lockenstruktur
sollte gut erkennbar sein, ein auskämmen ist beim Zuchttier
nicht von Vorteil.
Die
Bauchbehaarung sollte sauber und gut gekräuselt sein.
Einzelne,
fehlende Haarsträhnen sind erlaubt, eine geschnittene Schleppe
ist beim Zuchttier üblich.
Texel
Das
Teckseelmeerschweinchen ist die langhaarige Form des Rex. Es hat
kurze gekräuselte Haare im Gesicht und lange Locken am Körper.
Gen.
Formel für Haarart: l l rx rx

Texel Schildpatt-Weiß
Alpaka

Alpaka spw
Das
Alpaka ist ein Peruaner mit lockigem Fell. Das Fell wird von zwei
Hüftwirbeln aus nach vorne gedrückt.
Gen.
Formel für Haarart: l l rx rx, für Rosette Rh Rh oder
Rh rh
Merino
Ein
gelocktes Coronet.
Gen.
Formel für Haarart: l l rx rx St St oder St N

Merino Rot-Weiß
top
Neue Rassen
Allgemeines
Neue
Rassen und Farbschläge können / sollen gezeigt werden.
Werden diese oft genug präsentiert, werden sie in den Zuchtstandard
mit aufgenommen.
Dt. Angora
junges Angora Beige-Gold-Weiß
Langhaariges
Meerschweinchen mit 6-8 Körperrosetten in möglichst
symmetrischer Anordnung ähnlich einer Rosette.
Gen.
Formel für Haarart: l l Rh RH oder RH rh plus Verteilungsfaktor
(rezessiv).
Das Idealbild
eines Angoras sollte einer langhaarigen Rosette entsprechen. Da
es keine übergreifende Einigung über Anzahl und Lage
der Wirbel gibt sind die Haarlänge, die Haarqualität
und den Gesamteindruck als ausschlaggebend zu betrachten. Die
Haarlänge sollte so weit es die Wirbel zulassen, mindestens
bodenlang sein.
Ebenso sollten der Backenbart und die Schulterbehaarung so lang
sein, dass en Mischling ausgeschlossen werden kann.
Mohair
Die
gelockte Form des Dt. Angora
Gen.
Formel für Haarart: l l rx rx Rh Rh oder Rh rh plus Verteilungsfaktor
Das Idealbild
eines Mohair sollte einer langhaarigen, gelockten Rosette entsprechen.
Da es keine übergreifende Einigung über Anzahl und Lage
der Wirbel gibt sind die Haarlänge, die Haarqualität
und den Gesamteindruck als ausschlaggebend zu betrachten.
Schweizer
Teddy

Schweizer Teddy Schwarz-Weiß
Meerschweinchen
mit gekraustem, halblangen Haar, welches steil vom Körper
absteht. Die genetische Abstammung ist noch nicht geklärt.
Wie der Name schon verrät, sind Vertreter dieser Varietät
zuerst in der Schweiz aufgetreten, heutzutage erfreut sich diese
Rasse aber auch im süddeutschen Raum großer Beliebtheit.
Die
ideale Haarlänge des Schweizer Teddy sollte ca. 6 cm betragen.
Die Haare sind gekraust und stehen vom Körper ab. Das Unterfell
sollte gleich lang mit dem Oberfell sein.
Die Behaarung
ist dicht und ohne Wirbelbildung. Sie sollte so gleichmäßig
wie möglich sein.
Die
Bauchbehaarung ähnelt in der Struktur einem US-Teddy.
Da sich
diese Rasse noch im Aufbau befindet, unterschieden wir in
Halblange
Schweizer Beschreibung siehe oben
Kurze
Schweizer Haarlänge absolut gleichmäßig 4- 5 cm
Gen. Formel für Haarart. Ll chfz chfz
Rex-Crested

Rexcrested Silberagouti
Ein Rex mit Stirnrosette. Der Rexfaktor kräuselt sich das Haar und lässt es vom Körper abstehen.. Die Behaarung ist dicht und fühlt sich harsch, fast drahtig an. Das Bauchfell ist gelockt. Da die kraussen Haare die Stirnrosette gerne verdecken, sollte auf eine ausgeprägte Stirnrosette geachtet werden..
Gen.
Formel für Haarart: LL rx rx St St oder St N
US-Teddy-Crested
Ein
US-Teddy mit Stirnrosette
Das Us-Teddygen kräusselt das Haar ebenfalls. Insgesamt wirkt es aber feiner. Die Behaarung ist dicht, aufrecht und elastisch. Die Bauchbehaarung glatt
Gen.
Formel für Haarart: LL fz fz St St oder St N
Somali/Caniche
(Gerexte Rosette)
Rosette mit Krausshaarfaktor = Rex-Rosette oder evtl. auch Teddy-Rosette
Auch die Krausshaarvariante sollte die vorgeschriebnen 4 gleichmäßig auf einer gedachten Linie von einer Bauchflanke zur anderen Bauchflanke liegenden Rosetten zeigen.
J e 1 Rosette auf jeder Hüftseite(links und rechts) und 2 Rosetten in gleicher Höhe auf der Hinterhand platziert.
Je 1 Wirbel vorne auf der Schulter (links und rechts).
Die Rosetten sollten gleichmäßig rund und klein vom Zentrum sein, die Wirbel müssen eine ausreichende Tiefe aufweisen, damit die Übergänge zur nächsten Rosette zu erkennen sind. Kräftige Kämme wie bei der Standardrosette sind wegen des Krausshaarfaktors nicht möglich. Um überhaupt Wirbel sehen zu können darf das Fell nicht zu harsch sein..
Die Kämme bilden bei guter Ausrichtung der Rosetten ein geometrisches Muster (Schachbrett).
Gen. Formel für Haarart LL rxrx Rhrh m
Ridgeback

Ridgeback Goldagoutischimmel
Kurzhaariges Meerschweinchen mit einem ununterbrochenen, aufrecht stehenden Rückenkamm.
Der Kamm soll im Idealfall zwischen den Ohren beginnen und zu den Hüften hin auslaufen. An der Schulter ist er mit ca 2,5 cm am höchsten und läuft in einem sanften Bogen gegen die Hinterhand niedriger werdender aus.
Der Kopf ist breit, die Augen groß und glänzend mit einem guten Abstand. Die Ohren sollen große, rosenblattförmige und hängend sein.
Der Körper zeigt eine kurze, kompakte Form mit breiter Brust, kräftiger Schulter und harmonischer Hinterpartie.Das Fell soll glatt und kurz und möglichst ohne Wirbel sein.
Gen. Formel für Haarart: LL Rhrh
Irish Crested
Kurzhaariger Meerschweinchen mit zwei Hüftwirbeln und Rosettengesicht, „Kurzhaarperuaner“
Das Irish Crested ist ein kurzhaariges Meerschweinchen mit zwei, auf der Hinterhand paralell sitzende, tropfenförmig Richtung Kopf laufenden Wirbeln und einem typischen Rosettengesicht mit Augenrosetten und Backenbart.
Der Schultergürtel ist im Ansatz sichtbar.
Der Kopf ist breit mit großen Augen und großen, rosenblattförmigen, hängenden Ohren.
Der Körper gedrungen und kräftig in der typischen Ziegelsteinform.
Gen. Formel für Haarart: LL Rh Rh m
Curley
Das Curley ist eine kurzhaariges Meerschweinchenrasse mit einem dominantem Kraushaarfaktor aus Schweden. Der gravierende Unterschied liegt darin, dass bei Vermischung mit glatthaarigen Meerschweinchen der Nachwuchs phänotypisch Lockung zeigt, aber auch glatthaarige Nachkommen zeugen kann. Die erwünschte Harschheit der Locken wird durch die Einkreuzung von normalhaarigen Meerschweinchen gemindert.
Die Lockung ist gleichmäßig, dicht und zeigt in unterschiedliche Richtungen.Die Haarlänge beträgt ca 3,5 cm. Es besitzt zwei runde Hüftrosetten und einen Backenbart
Gewünscht wird ein kompaktes Meerschweinchen mit breiten Kopf, großen, klaren Augen, rosenblattförmigen, hängenden Ohren, kräftiger Schulter und abgerundeter Hinterhand.
Genformel für Haarart: LL Rhrh m LuLu
Lunkarya
Lunkaria
Das Lunkarya ist die langhaarige, dominant vererbende krausshaarige Meerschweinchenart mit dichtem, lockigem Fell aus Schweden.
Auch bei ihm liegt der Unterschied zu rezessiv vererbenden Lockenrassen, dass bei der Kreuzung mit glatthaarigen Meerschweinchen der Nachwuchs phänotypisch Lockung zeigt, aber auch glatthaarige Nachkommen zeugen kann. Die erwünschte Harschheit der Locken wird durch die Einkreuzung von normalhaarigen Meerschweinchen gemindert.
Die Lockung ist großzügig, sehr harsch und elastisch und zeigt in alle Richtungen. Die meisten Lunkaryas zeigen Hüftwirbel wie Peruaner.
Gewünscht wird ein kompaktes Meerschweinchen mit breiten Kopf, großen, klaren Augen, rosenblattförmigen, hängenden Ohren, kräftiger Schulter und abgerundeter Hinterhand.
Genformel für Haarart: ll Rhrh m LuLu
Weitere
Meerschweinchenmixe
Auch
solche Liebhabertiere wird und soll es immer geben. Diese Meerschweinchen
zeichnen sich besonders durch ihr interessantes Erscheinungsbild
aus. Sie lassen sich keiner der vorher beschriebenen Rassen eindeutig
zuweisen. Bis auf das nicht eideutige Rassemerkmal lassen sich
aber alle anderen Merkmale begutachten.
Derzeitig
bekannte Mixe sind :
1. Felllängenmixe
Diese
entstehen in der Regel durch Verpaarung von Kurz- mit Langhaartieren.
Oft zeigen diese Meerschweinchen nur eine lange Schleppe oder
die Haarlänge am Körper überschreitet die Länge
von Kurzhaartieren, wobei sie nicht die gewünschte Länge
der Langhaartiere erreicht.
2. Strukturmixe
Diese
Meerschweinchen haben nicht die geforderte Anzahl und / oder Lage
von Körperrosetten.
Die interessantesten
Meerschweinchen lassen sich sowohl den Felllängen- als auch
den Strukturmixen zuordnen.
Cuyes oder
Riesenmeerschweinchen
Aus Südamerika
importierte Riesenform des Meerschweinchens. Um als
Riesenmeerschweinchen anerkannt zu werden, wird für ausgewachsenes
Exemplar ein Mindestgewicht von 1800 g angesetzt.
Cuyes haben
eine kurze Lebensdauer, bedingt durch Herz-Kreislauf-Kollapsen
(z.B. durch Stress oder Hitzestau), schnelle Verfettung und Stoffwechselerkrankungen
infolge anderer Futtermittel. Sie sind oft sehr scheu und zeigen
gelegentlich Missbildungen der Extremitäten (Polydaktilie).
Vermutlich sind alle diese negativen Eigenschaften auf die Züchtung
als Schlachttiere zurück-zuführen.
Die Zucht
von Riesenmeerschweinchen ist nur von dazu qualifizierten Personen
vorzunehmen. Die Einführung eines Testats (Fragenkatalog)
oder eines Zertifikates nach Schulung und/oder Gesprächen
wäre für die Zukunft für Züchter sinnvoll.
Auskunft darüber
gibt es bei der IG-Cuy e.V. in Weiterstadt
Langhaariger
Cuy mit Polydaktilie
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